17. Jahrhundert
Bereits vor der Entstehung des Kammerboten-Hauses wurde auf dem Grundstück der "Hundeborn" errichtet. Von hier aus
schaffte man mit Eseln das Trinkwasser zum Schloss.
1738
Errichtung eines Hauses für die Kammerboten der Grafen zu Stollberg-Wernigerode.
1799
Erstmals als Kammerboten-Haus urkundlich erwähnt, weil der Kammerbote Rieke das "Thiergarten-Tor" nicht ordnungsgemäß verschloss
und ein Stück Wild entsprang. Dem Kammerboten drohte man mit Entzug der Wohnung, wenn er seine Pflicht noch einmal versäumen sollte.
1862
Der am Haus vorbeiführende Weg diente als
Fuß- und Fahrweg zum Schloss und war durch ein hölzernes Tor begrenzt. Dieses wurde 1862
durch ein eisernes Tor aus der Illsenburger Hütte ersetzt.
1875
Wurde die Villa im Auftrrag des Grafen zu Stollberg-Wernigerode
durch Architekt und Baurat Carl Frühling als dessen Dienstwohnung erbaut.
Unter Frühlings Leitung erfolgte in den Jahren von 1862 1885 der umfassende Umbau der Burg Wernigerode zum Repräsentationsschloss im neogotischen Stil.
Während dieser Zeit ehelichte er Emma Schott, Tochter des Oberinspektors Walter Schott von der Illsenburger Hütte. Carl Frühling bewohnte die Villa
bis 1912.
1909
Bis zu diesem Jahr wohnten im Kammerboten-Haus ausschließlich Kammerboten, danach Angestellte und Beamte der fürstlichen Verwaltung, wie
z.B. Oberlehrer Wickeleln und Oberamtmann Wuth.
1912 1938
Danach diente sie der fürstlichen Verwaltung als Dienstwohnung u.a. für Bau- und Kammerrat Kielburger und später
Kammerdirektor Braulke.
ab 1938
pachtete die Familie Zimmermann von der Insel Föhr die Villa.
1945
Die "Thiergarten-Pforte", die auch nachts geschlossen werden mußte, existierte bis 1945.
nach 1945
Das Kammerboten-Haus wurde als städtisches Wohnhaus mit bis zu 4 Mietparteien genutzt.
nach 1949
wurde die Villa Berufsschule, Wehrkreiskommando und danach bis 1997 als Kindergarten genutzt.
1992
Sanierung und Modernisierung des Fachwerkhauses durch den neuen privaten Eigentümer Familie Schott
unter Wahrung des besonderen Denkmalschutzes. Von Herbst '92 an wurde das verwahrloste Kellergewölbe freigelegt und am 2.7.1993
als Kellerrestaurant "Fürsten-Grotte" eröffnet.
1998
wurde die herrschaftliche Villa von Frau Ingrid Schott käuflich erworben und zu einem Hotel Restaurant umgewandelt.
2011
Am Freitag den 1. Juli 2011 unterzeichnen Astrid und Winfried Becker den Kaufvertrag des Schlossberg Hotel und Restaurant.

